Ein Buch und ein Theaterstück
📚 Zum Welttag des Buches lädt unsere Eferdinger Buchhandlung Schachinger am Mittwoch, 22. April 2026, ins Eferdinger Gastzimmer: Die beiden Autorinnen und dreimaldrei-Partnerinnen Marianne Jungmaier und Karin Peschka präsentieren ihre aktuellen Werke.
Kontinentaldrift
Marianne Jungmaier liest aus ihrem frisch bei Otto Müller erschienenen Buch Kontinentaldrift – Reisestorys:
Fremde Länder, andere Kulturen, unbekannte Orte: Wer reist, will in Bewegung sein, will entdecken, staunen, lernen. Zwischen Armenien, New York City, Mexiko, London und Pakistan bewegt sich dieser Erzählband, nähert sich unterschiedlichen Regionen der Welt auf poetische Weise, bildreich und voller Farbe. Im Zentrum stehen dabei die Begegnungen mit Menschen, ihre individuellen Geschichten, ihre Verbundenheit mit der uns fremden Heimat. Offen, neugierig und respektvoll tritt die Erzählerin in Austausch – mit der alleinerziehenden Lilit im patriarchal geprägten Armenien, mit Gabriel, der in London Drag Shows organisiert, oder mit Tom, einem deutschen Journalisten, der in Dubai gestrandet ist. Wir entdecken Kathmandu und erkunden die Wälder Nordkaliforniens und Südfrankreichs, immer an der Seite von Fremden, die zu Freunden werden.
Kontinentaldrift ist eine Liebeserklärung an Menschen aus aller Welt, an Länder, Orte und Kulturen. Und es ist eine Einladung: zuzuhören, sich einzulassen, Brüche auszuhalten, Erwartungen abzulegen – um letztlich erfüllt und mit erweitertem Horizont anzukommen. (Quelle: Otto Müller Verlag)
Casparus oder fünf Knöpfe aus Stein
Karin Peschka gibt Einblicke in ihr zweites Theaterstück, das sie (wie bei Bruckners Affe) gemeinsam mit Rudolf Jungwirth (Komposition) und Joachim Rathke (Regie) für die communale oö 2026 erarbeitet. Kurze Textpassagen, die eine oder andere Predigt … Casparus oder fünf Knöpfe aus Stein, Szenerien aus den oberösterreichischen Bauernkriegen 1626.
Aschach, Juni 1626. Zwei junge Männer gehen von Bord. Einer von ihnen, der Student und Prediger Casparus, hat sich historischen Dokumenten zufolge als Bauernführer einen Namen gemacht. Viel weiß man nicht über den „Studenten“, von einer wahnhaften Episode ist die Rede und von seinem grausamen Tod.
Noch viel weniger als über die Anführer der einen und der anderen Seite weiß man von denen, die in keiner Chronik aufscheinen: Männer wie Frauen, deren Familien, das „Volk“, das namenlos für die Sache stritt, überzeugt und freiwillig, gezwungen, von der Herrschaft oder dem Druck der Gemeinschaft.
Es geht um Missverständnis, Unwissenheit über die Lebenswelten des Gegenübers, Vorurteile, Einflussnahmen, Hoffnungen und Verführungen. Schuld und Unschuld auf beiden Seiten. Und darum, die Lücken, die jeder Geschichtsschreibung unvermeidbar innewohnen, mit eigenen Bildern zu füllen. (Quelle: Casparus/Peschka)
Nach den Lesungen lädt Buch & Büro Schachinger zu guten Gesprächen bei Wein, alkoholfreien Getränken und Brot – und natürlich zum Büchertisch.
22. April 2026, 19.00 Uhr
Eferdinger Gastzimmer, Schmiedstraße 11
Eintritt frei
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